Aufgezeichnet von Gudrun Schmid. Er war einer der einflussreichsten und zugleich polarisierendsten Kirchenmänner seiner Zeit: Kardinal Joachim Meisner hat die Kirche und Deutschland wie wenige geprägt. Vor seinem Tod hat er seine Erfahrungen und Erlebnisse niederschreiben lassen und das Manuskript noch selbst bearbeitet. Entstanden ist ein Buch, das den Leser entführt in turbulente Zeiten, nach Schlesien und in den Krieg, auf die Flucht und in das Leben im Berlin der DDR, schließlich nach Köln als Kardinal und natürlich auch immer wieder nach Rom. Meisner erzählt mit Verve und großer Offenheit und lässt den Leser teilhaben an Geschichte wie auch an Gefühlen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 31.07.2020
Rezensent Joachim Frank steht den Erinnerungen, die der frühere Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner der Journalistin Gudrun Meißner erzählt hat, zwiegespalten gegenüber. Zwar bewundert er Meisners Standhaftigkeit in der DDR, seine frei von der Leber erzählte Bewunderung für Menschen, die sein Leben bereichert haben, wobei das laut Frank bei Weitem nicht nur bekannte Persönlichkeiten sind, und seinen unerschütterlichen Glauben. Aber Meisners Ablehnung gegenüber liberalen Theologen und sein Beharren auf überkommenen katholischen Idealen kann er nach wie vor nur rückständig finden.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…