Fußballfotos von Flohmärkten, die Fotografen allesamt unbekannt, Orte und Umstände ebenfalls. Manchmal ist eine Jahreszahl auf der Rückseite notiert, manchmal auch ein Name, meistens aber nichts. Das lässt viel Raum für Geschichten, die im Kopf des Betrachters entstehen können. Jochen Schmidt, der Meisters der Beschreibung, ließ sich von ihnen zu eigenen Reflexionen anregen. Seine Texte sind feinste Fußballprosa - über die Kindheit in der DDR, über das Verhältnis von Fußball und Zugfahren oder über die Einsamkeit der Torhüter.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 06.01.2017
Martin Oehlen amüsiert sich gut mit Jochen Schmidts von den Flohmarkt-Fotos von Jochen Rieß angestoßenen Improvisationen zum Fußballglück. Findig zeigt sich Schmidt laut Rezensent beim Aufstöbern von Anekdoten und Erleuchtungen aus seiner Kindheit und Jugend. Ob über die Torwartschwäche der Brasilianer oder die unerklärliche Angst der Afrikaner vor dem Torschuss - immer weiß Schmidt Ohlen mit untypischen Erklärungen zu überraschen in seinen literarischen Vignetten. Kickt gut, findet Oehlen.
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