Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 28.03.2000
Die im Titel angekündigten "Irritationen" stellen sich bei der Rezensentin auch prompt ein - durchaus im positiven Sinn, schreibt Beatrice Eichmann-Leutenegger, sofern man sich dem suggestiven Sprachfluß dieser Texte hinzugeben bereit sei. Liers Texte beschreiben den Krieg und das Zerbrechen der Ordnung, das auch ein Zerbrechen der Sprache ist, die immer wieder "im Ton der Beschwörung" festzuhalten versucht, was sich dem Blick, der Sprache, dem Verständnis entzieht. Verwirrend, aber beeindruckend, befindet Eichmann-Leutenegger abschließend. Zu den Bildern von Valérie Périllard schreibt sie nur soviel, daß es sich um "nüchterne Bildausschnitte" ihrer "Alltagsformationen" handele. In welcher Weise also die Bilder mit den Texten präsentiert werden, bleibt offen.
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