Woher kommt die Vorstellung, Geisteswissenschaften seien unproduktiv und abzuwickeln? Wieso, fragt Johannes Fried, soll das Internet eine qualitativ andere Form des Wissens vermitteln als die mittelalterliche Lateinschule. Beruht doch unser gesamtes Wissen auf Vergangenem - Erfahrenem wie Gedachtem -, was die Beschäftigung mit Geschichte zur beispielhaften "Erfahrungswissenschaft" macht, - dieses Etikett tragen sonst die Naturwissenschaften. Ist nicht vielmehr, fragt Fried, die Analyse der Vergangenheit als eigentliche "life science" anzusehen? Fried stellt die These von der Geschichtswissenschaft als Kognitions-und Lebenswissenschaft auf. Dieser Essay ist ein Zwischenruf gegen die Überheblichkeit der Gegenwart, sich als "Wissensgesellschaft" der Vergangenheit überlegen zu fühlen.
Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…