Johannes von Karczewski

Weltwirtschaft ist unser Schicksal

Helmut Schmidt und die Schaffung der Weltwirtschaftsgipfel. Diss.
Cover: Weltwirtschaft ist unser Schicksal
Dietz Verlag, Bonn 2008
ISBN 9783801241865
Gebunden, 465 Seiten, 42,00 EUR

Klappentext

Mit 23 Abbildungen. Johannes von Karczewski zeichnet in seinem Buch die Entstehungsgeschichte und den Ablauf der ersten vier Weltwirtschaftsgipfel nach. Er zeigt auf, wie entscheidend die persönliche Komponente, das Zusammenwirken der einzelnen Staats- und Regierungschefs, für einen erfolgreichen Ausgang der Gipfel war. Anders als in der einschlägigen Literatur bisher dargestellt, kommt er zu dem Schluss, dass Helmut Schmidt als maßgeblicher Initiator der Weltwirtschaftsgipfel angesehen werden muss.
Blickt man zurück auf die ersten beiden sozialdemokratischen Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, so fällt einem bei Willy Brandt spontan ein prägendes Attribut ein: "Kanzler der Ostpolitik". Bei Helmut Schmidt, der Brandts 1974 im Amt folgte, wird man künftig nach der Lektüre dieses Buchs "Kanzler der Weltökonomie" sagen. Anhand von bislang nicht zugänglichen Quellen zeigt der Autor, wie es Helmut Schmidt gelang, den ökonomischen Herausforderungen der Zeit zu begegnen. Nachdem in den 1970er Jahren der Zusammenbruch des Weltwährungssystem und die erste Ölpreiskrise die Grundfesten der westlichen Industriestaaten stark erschüttet hatten und dort eine Gefährdung der ökonomischen und politischen Stabilität drohte, erkannte Helmut Schmidt, dass die Krise nur durch eine gemeinsame politische Gegenaktion der großen Industriestaaten einzudämmen ist. Er initiierte die Weltwirtschaftsgipfel und sorgte federführend für den erfolgreichen Ausgang der vier Gipfel während seiner Regierungszeit.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.02.2009

Rezensentin Petra Weber hat Johannes von Karczewskis Studie über die ersten vier Weltwirtschaftsgipfel in Rambouillet, Puerto Rico, London und Bonn in den 1970er Jahren interessiert gelesen. Sie merkt an, dass der Autor nicht einen multilateralen Untersuchungsansatz wählt, sondern Helmut Schmidt als Weltökonom und Weltmoderator in den Mittelpunkt der Untersuchung stellt. Dies scheint ihr durchaus gerechtfertigt, schließlich habe der damalige Bundeskanzler diesen Gipfeln seinen Stempel aufdrücken können. Eingehend referiert Weber die Schaffung des Weltwirtschaftsgipfels vor dem Hintergrund des Ölpreisschocks und der Wirtschaftskrise 1973/74. Besonders schätzt sie Karczewskis "detaillierte" Darstellung der ersten vier Weltwirtschaftsgipfel.
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