Johano Strasser geht der Frage nach, worin der gesellschaftliche Auftrag der Intellektuellen für die Demokratie besteht und wie sie in einer Zeit der "skandalösen Umverteilung von unten nach oben" ihre Rolle neu interpretieren können.
Mit Unverständnis und Kopfschütteln reagiert Rezensent Norbert Seitz auf das neueste Buch des SPD-Linken Johano Strasser. Es handele sich dabei um den Versuch, das Mitspracherecht des Linksintellektualismus "vor den universellen Gefahren einer durchökonomisierten Welt" zu retten. Doch ob Strasser nun den sich kritisch einmischenden Intellektuellen vergangener Zeiten nachtrauert, sich um die Ehrenrettung der Ostpolitik bemüht oder Schröders "Expertokratie" angreift - für Seitz zeugen Strassers Argumente "nicht gerade von geistiger Souveränität". Und selbst wenn man mit etwas gutem Willen die "kritische Botschaft" des Buches nachvollziehen könne, blieben immer noch die "Akzeptanzprobleme", die Strassers "moralische Pose" aufwerfe, meint Seitz. Zum "Hofnarren" sei der einstige "Querdenker" geworden, sagt Seitz, der sich hier sicher nicht allein auf "den Intellektuellen" als thematischen Gegenstand bezieht.
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