Aus dem Englischen von Bernhard Robben. Ein charmant verwahrlostes Cottage in Südirland und ein Historiker, der hofft, hier sein Buch über Isaac Newton beenden zu können. Doch je länger der Sommer dauert, umso mehr fühlt er sich in seiner Abgeschiedenheit durch die Mitglieder einer enigmatischen Familie irritiert, deren Wirklichkeit seinen imaginierten Geschichten über sie keineswegs standhält. Er droht im Chaos seiner permanenten Täuschungen zu versinken.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.03.2002
Der Roman ist im Original bereits 1982 erschienen (und wurde bereits im darauffolgenden Jahr verfilmt), sein Untertitel "Ein Zwischenspiel" weist darauf hin, dass er in einen größeren Zyklus des Autors gehört: er ist der dritte Band einer Tetralogie, der auf Bücher zu Kopernikus und Kepler folgte. Das ganze liest sich, wie Ulrich Baron - eher ohne das zu werten - meint, "wie eine Flaschenpost aus der Postmoderne" Viel Fiktives hat Banville in seine "Biografie" hineingewirkt, von einer "Menage à quatre" als direkter Anspielung auf Goethes "Wahlverwandtschaften" und Hofmannsthals "Chandos-Brief". Zugleich kann man den Roman, meint Baron, aber auch als vorweggenommener Kommentar zur später entflammten Debatte ums Verhältnis von Natur- und Geisteswissenschaften nehmen.
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