Geboren in einem Schwarzenghetto, ist John Edgar Wideman heute einer der führenden Intellektuellen Amerikas - ein Aufstieg, den er vor allem dem Basketball verdankt. Eine beeindruckende Memoir, eine Liebeserklärung an den Sport, der sein Leben prägte - und ein teils wehmütiges, teil wütendes Buch über ein Stück amerikanische Erfahrung - persönlich geschrieben.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 08.09.2004
Der Rezensent Thomas Leuchtenmüller ist begeistert von diesem assoziativen und sehr lyrischen Erzählband, der es schafft, einen Bezug zwischen "Basketball und verschiedensten Erscheinungen des Daseins" herzustellen. Auch von Uda Strätlings Übersetzungsleistung ist der Rezensent eingenommen, ihr ist zu verdanken, dass das Buch auch in der deutschen Übertragung ein "Lesegenuss für Feinschmecker" ist. Den Autor John Edgar Wideman nennt er den "führenden afroamerikanischen Literaten" unserer Zeit und das liegt nach Meinung des Rezensenten an seinen formalen Fähigkeiten, die diese Buch exemplarisch vorführt: "Seine gelegentlich langen Wortfolgen, die den Leser öfters direkt ansprechen, fließen untrennbar-portioniert, elegant und unaufhaltsam wie die Wasserströme von Conrad Ferdinand Meyers römischem Brunnen". Nur wenn der Autor in seine Assoziationsketten Referenzen an Proust oder Baudrillard, Auden oder Joyce integriert, wirkt das nach Leuchtenmüllers Meinung "sichtbar konstruiert".
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…