Geboren in einem Schwarzenghetto, ist John Edgar Wideman heute einer der führenden Intellektuellen Amerikas - ein Aufstieg, den er vor allem dem Basketball verdankt. Eine beeindruckende Memoir, eine Liebeserklärung an den Sport, der sein Leben prägte - und ein teils wehmütiges, teil wütendes Buch über ein Stück amerikanische Erfahrung - persönlich geschrieben.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 08.09.2004
Der Rezensent Thomas Leuchtenmüller ist begeistert von diesem assoziativen und sehr lyrischen Erzählband, der es schafft, einen Bezug zwischen "Basketball und verschiedensten Erscheinungen des Daseins" herzustellen. Auch von Uda Strätlings Übersetzungsleistung ist der Rezensent eingenommen, ihr ist zu verdanken, dass das Buch auch in der deutschen Übertragung ein "Lesegenuss für Feinschmecker" ist. Den Autor John Edgar Wideman nennt er den "führenden afroamerikanischen Literaten" unserer Zeit und das liegt nach Meinung des Rezensenten an seinen formalen Fähigkeiten, die diese Buch exemplarisch vorführt: "Seine gelegentlich langen Wortfolgen, die den Leser öfters direkt ansprechen, fließen untrennbar-portioniert, elegant und unaufhaltsam wie die Wasserströme von Conrad Ferdinand Meyers römischem Brunnen". Nur wenn der Autor in seine Assoziationsketten Referenzen an Proust oder Baudrillard, Auden oder Joyce integriert, wirkt das nach Leuchtenmüllers Meinung "sichtbar konstruiert".
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