Aus dem Englischen von Imke Walsh-Araya. Kyle McAvoy steht eine glänzende Karriere als Jurist bevor. Bis ihn die Vergangenheit einholt. Eine Frau behauptet, Jahre zuvor auf einer Party in Kyles Wohnung vergewaltigt worden zu sein. Kyle weiß, dass diese Anklage seine Zukunft zerstören kann. Und er trifft eine Entscheidung, für die er mit allem brechen muss, was bisher sein Leben bestimmt hat. Der neue Grisham- ein Thriller um Macht, Korruption und eine Welt, der jegliche Moral abhandengekommen ist.
Dichte und Präsenz erlangt der neueste Roman von John Grisham nur in Michael Rutschkys Vorstellung und die ist cineastischer Art. Rutschkys Idealbesetzung steht und ist natürlich hochkarätig, wie bei allen Grisham-Verfilmungen. Einziger Makel: Die Darsteller sind alle viel zu alt, was bedeutet, das dieser Waffentechnologiespionagethriller längst hätte verfilmt sein müssen. So muss Rutschky improvisieren. Filmszenen rutschen immer wieder ins Schriftbild. Doch das ist ein Glück. Grisham nämlich sei kein "Prosameister", Personen und Szenen erscheinen dem Rezensenten "glatt wie Resopal". Spannung entsteht dennoch. Nur dass die Geschichte im Kino "noch besser liefe".
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