Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Kristiana Dorn-Ruhl, Bea Reiter und Imke Walsh-Araya. Sie wollten die Welt verändern, als sie ihr Jurastudium aufnahmen. Doch jetzt stehen Zola, Todd und Mark kurz vor dem Examen und müssen sich eingestehen, dass sie einem Betrug aufgesessen sind. Die private Hochschule, an der sie studieren, bietet eine derart mittelmäßige Ausbildung, dass die drei das Examen nicht schaffen werden. Doch ohne Abschluss wird es schwierig sein, einen gut bezahlten Job zu finden. Und ohne Job werden sie die Schulden, die sich für die Zahlung der horrenden Studiengebühren angehäuft haben, nicht begleichen können. Aber vielleicht gibt es einen Ausweg. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, nicht nur dem Schuldenberg zu entkommen, sondern auch die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Ein geniales Katz- und Mausspiel nimmt seinen Lauf.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.04.2018
John Grishams "Forderung" ist kein schlechter Roman: Er ist nicht schlecht geschrieben und das Thema ist nicht uninteressant, nur leider scheitert er an seiner Anlage, resümiert Rezensent Thomas Steinfeld. Grisham widmet sich hier dem amerikanischen Justizsystem oder genauer gesagt: einer fiktiven juristischen Universität, in der, wie sich herausstellt, die Bildung der Studenten als Spekulationsobjekt missbraucht wird, lesen wir. Dieses Prinzip, weiß Steinfeld, findet sich durchaus auch in der Realität. Nur leider taugt die Aufdeckung solcher Machenschaften und Verbindungen zwischen Universitäten, Firmen, Spekulanten usw. in der Regel zu kaum mehr als einem kleinem Skandal. Und genau das ist es nach Meinung Steinfelds, was den Roman aufhält: Von Beginn an ist klar, dass den üblen Spekulanten nicht viel passieren kann, "zu wenig steht auf dem Spiel". Hinzu kommt, dass die Beschreibungen rechtlicher Voraussetzungen und Vorgehensweisen, auf deren Genauigkeit der Autor viel Wert legt, die Handlung hemmen. Da hilft leider auch der zweite und der dritte Plot nicht mehr weiter, so Steinfeld.
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