Die Geschichte des Krieges und der Kriegskunst ist immer auch als Geschichte der menschlichen Zivilisation zu verstehen. Und umgekehrt: erst wenn sich ein technischer oder sozialer Fortschritt auch für die Zwecke des Krieges nutzen ließ, war er auf Dauer durchsetzbar. John Keegan spannt den Bogen von den Kämpfen der Steinzeit bis zur drohenden Apokalypse der Massenvernichtungswaffen unserer Tage, und immer trägt die menschliche Aggression andere Züge. Das Buch zeigt exemplarisch, dass Kultur und Zerstörung Hand in Hand gehen und dass die Art, wie ein Volk Krieg führt, Rückschlüsse auf den Stand seiner Zivilisation zulässt.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 04.04.2022
Rezensent Ernst Rommeney steigt gern mit John Keegan auf den Feldherrenhügel, denn der britische Militärhistoriker weiß, zivile Distanz zu wahren. In seinem Klassiker zur geschichte des Krieges blickt Keegan auf 5000 Jahre Schlachtengeschehen zurück, doch besonders beeindruckt den Rezensenten, wie Keegan Clausewitz widerlegt: Der Krieg sei nicht die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, sondern ihr Scheitern. Auch wie Keegan auf die Disziplinierung und Gesetzestreue der Armee setzt, imponiert Rommeney, der zudem die Mahnung mitnimmt, dass es zur Kultur des Westens gehöre, den Pazifisten genauso zu achten wie den legitimen Waffenträger.
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