John von Düffel

Wovon ich schreibe

Eine kleine Poetik des Lebens
Cover: Wovon ich schreibe
DuMont Verlag, Köln 2009
ISBN 9783832180881
Gebunden, 188 Seiten, 16,95 EUR

Klappentext

Worauf kommt es im Leben an? Am Ende sind es die gleichen Dinge, die in ein gutes Buch gehören. Und wie meistert man das Leben? Mit allem, was auch zum Schreiben eines Romans gehört. John von Düffel ist ein dem Leben zugewandter Schriftsteller. Seine Themen, Figuren und Geschichten verfolgt er über den Rand der Buchseite hinaus. In persönlichen Beobachtungen macht er sich nun auf die Suche nach den vielfältigen Berührungspunkten von Literatur und Wirklichkeit, er verknüpft Leben und Schreiben. Die Kunst, Ich zu sagen, ist auf beiden Feldern gefragt, ebenso der Umgang mit Familie, die Bewegung, die verschiedenen Formen von Zeit. Und erstaunlich viele Deutungsmuster aus der Literatur lassen sich auf den ganz privaten Alltag übertragen. Was John von Düffel gelingt, ist nicht weniger als eine Poetik des Lebens.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.05.2009

Kein schöner Anblick, findet Rezensent Kolja Mensing und meint damit den Schriftsteller als Athleten. Dass sich John von Düffel mächtig anstrengt, wenn er in die Tasten greift, liegt für ihn auf der Hand. Allerdings scheinen die Resultate, das Gefühl nicht verwischen zu können, dass hier einer allzu verbissen auf Kondition und Disziplin setzt. Mit von Düffels jetzt vorgelegtem, auf einer Bamberger Poetikvorlesung basierendem Werkstattbericht sieht sich Mensing bestätigt. Von "eisernem Willen" sei da die Rede. Zweifellos, meint Mensing und wundert sich kaum, wenn der sportliche Autor nicht nur poetologisch Gewichte stemmt, sondern dem Leser auch lebensratgebend zur Seite steht. Bei aller Achtung vor dem inzwischen erarbeiteten Werk des Mannes mag Mensing den Schweißgeruch seiner Texte nicht riechen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.04.2009

Ganz schön anspruchsvoll klingt, dem Diminutiv zum Trotz, des Büchleins Untertitel: "Eine kleine Poetik des Lebens." Dennoch vergreift und verhebt, kann Rezensent Burkhard Müller gleich beruhigen, der Autor sich nicht. In vier Essays denkt John von Düffel über Identität nach, die eigene als Dramaturg und Bühnen-, dann aber plötzlich, wider eignes Erwarten, auch Romanautor. Am interessantesten findet Müller die Gedanken zu "Literatur und Sport", wenngleich er nicht bereit ist, von Düffel da zuzustimmen, wo er das Leben emphatisch unters Signum der Leistung stellt. Er selbst, Müller, sähe das Gelungene lieber nicht als Errungenes, sondern als "durch Übung geneigt gemachtes Geschenk". Anregend aber, das zeigt der eigne Gegengedanke, findet er das Buch allemal.
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