Aus dem Amerikanischen von Johann Christoph Maass. Für Jonathan Lethem ist "Fear of Music" (das dritte Album der Talking Heads und das erste, das von Brian Eno produziert wurde) ein Meisterwerk - ausgefallen, paranoid, funky, süchtigmachend, rhythmisch, eingängig, schauderhaft und spaßig. Wie ein Besessener analysiert er die Songs, den Gitarrensound, den Rhythmus, die Texte, die äußere Aufmachung, die Ursprünge der Band aus Downtown New York und ihr musikalisches Erbe. Dabei bezieht er sich auf Theorien, Erzählliteratur und Erinnerungen und platziert das Album neben Größen wie Fritz Lang, Edgar Allan Poe, Patti Smith und David Foster Wallace.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.09.2014
Man kann auch Ironie und "heiligen Unernst" akribisch analysieren, fällt Bernd Graff bei Jonathan Lethems Buch "Talking Heads - Fear of Music" ein, in dem der Autor besagtes Album Vers für Vers auseinander nimmt, dem Hintersinn nachspürt, die "Floskeluniversen" erforscht und "Rätsel hinter Rätsel hinter Rätsel" entdeckt, fasst der Rezensent zusammen. Es geht Lethem um seine ganz persönliche Geschichte mit den Talking Heads, die sein Leben verändert haben, erklärt Graff. Man sollte keine Pop-geschichtliche Abhandlung erwarten, sondern ein andauerndes In-sich-Hinein-horchen eines besessenen Liebhabers, so der Rezensent, der seinerseits den Unsinn lieber hinnimmt und mitwippt, als hinter ihm nach Sinn zu suchen.
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