In St. Gil richtet der Berliner Fotograf Jonathan Schmidt-Ott sein Objektiv auf die unmittelbare Umgebung; in kontemplativen Kompositionen von Menschen und Orten hält er Betrachtungen und Einblicke ins Leben fest. Die Sammlung umfasst Porträts, Stillleben, Naturstudien, Landschafts- und Architekturaufnahmen, kombiniert zu fotografischen Diptychen, die in stummem Dialog gehalten werden wie Verse in einem Gedicht. Diese Bilderzählungen bilden in sich geschlossene Einheiten, die eine zutiefst persönliche Sichtweise zeigen, in der autobiografische und assoziative Momente ineinander übergehen. Sie sind poetische, ungekünstelte Bestandsaufnahmen, die offenbaren, mit welcher Hingabe der Künstler sich auf die Welt einlässt. Jeder der visuellen Dialoge in dieser Publikation bildet einen Speicher für Rätsel, Geheimnisse und glückliche Fügungen.
Gern lässt sich Rezensentin Hilka Dirks von dem Berliner Fotografen Jonathan Schmidt-Ott nach Südfrankreich entführen: Auf liebevoll angeordneten Doppelseiten bewundert die Kritikerin Agavenblätter, barocke Fassaden und Gärten in "körnigen Farbtönen", die ihr mitunter wie "aus der Zeit gefallen" scheinen. Flankiert von dem lesenswerten Begleitessay von Patrick James Reed stellt sich für die Rezensentin hier die Sehnsucht nach einem Leben mit Zeit und Salz auf der Haut ein.
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