Mit einem Essay von Andreas Rossmann. Der Band versammelt auf knapp 200 Seiten Trinkhallen und Kiosken, die umfangreichste Gruppe im Werk der Becher-Schülerin Ronkholz. Ein Vergnügen. Mehr als hundert Trinkhallen an Rhein und Ruhr, die Mehrzahl in Düsseldorf und Köln, die Ronkholz zwischen 1977 und 1983 fotografiert hat, sind ganz- seitig perfekt in Duoton gedruckt. Die Trinkhallen werden meist frontal mittig aufgenommen, klar und unpathetisch,fast immer in Schwarz-Weiß,alle Linien sind parallel und gerade. Auf ihren Aufnahmen ist der Himmel neutral und keine Menschen stören die Aufmerksamkeit für das Objekt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.03.2025
Rezensent Freddy Langer nimmt sich Zeit für die Besprechung von Tata Ronkholz' nüchterne Fotos von Trinkhallen. Der scheinbar ungerührte Blick der Becher-Schülerin führt bei Langer allerdings mal zu Melancholie, mal zu überraschenden Erkenntnissen udn Gedanken - über die individuelle Gestaltung der Büdchen, Lebensträume, Kindheit und Jugend im Pott und den Untergang der Trinkhallenkultur. Die mehr als hundert Fotos im Band schreiben Sozialgeschichte und sind in ihrer Kleinteiligkeit wahre Wimmelbilder, freut sich Langer.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…