Ein Buch der radikalen Fragen ans Theater, an die Gesellschaft und nicht zuletzt an sich selbst.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.10.2001
Ein zwiespältiges Buch, aber faszinierend und letztlich doch lohnend, meint Marion Löhndorf über die "ungeordnete Sammlung" von Gedanken und Einfällen des Münchener Schauspielers, der sich über das Theater, die Politik, die Bayern, die Liebe und natürlich auch die lieben Kritiker seine bösen Gedanken macht. Was Löhndorf stört, ist Bierbichlers stolze Selbstbeweihräucherung als Anti-Establishment-Künstler. Er lässt nur wenige neben sich gelten, und so erfährt man aus dem Buch eine Menge Klatsch und Tratsch über die Theaterzunft, der sich oft nur Eingeweihten erschließen würde, so Löhndorf. Dennoch spürt sie aus Bierbichlers wilden Gedanken "ein Ringen um authentische Positionen", um Moral und Schuld heraus, sieht sogar eine Botschaft am Werke, die da heißt, dass sich der Mensch im Medienzeitalter durch stete Selbstbeobachtung, Selbstwahrnehmung gegen Vereinnahmung durch andere - Ideen, Personen, Medien - zu behaupten habe. Memoiren im üblichen Sinn verspricht das "Verfluchte Fleisch" jedenfalls nicht.
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