Deutsche und Tschechen - Schwierige Nachbarschaft in der Mitte Europas. Mit einem Geleitwort von Vaclav Havel. Der in Prag lebende Autor Josef ?krabek berichtet aus einer sehr persönlichen Perspektive über die deutsch-tschechische Nachbarschaft im 20. Jahrhundert. Seine Erinnerungen hat er mit einer Collage aus Dokumenten, wissenschaftlicher Literatur und essayistischen Argumentationen angereichert, die dem Leser die ebenso mannigfaltigen wie schwierigen und tragischen Beziehungen zwischen Deutschen und Tschechen vor dem Hintergrund der europäischen Geschichte nahebringen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.05.2007
Tief beeindruckt ist Karl-Peter Schwarz von Josef Skrabeks Buch über das schwierige Verhältnis zwischen Deutschen und Tschechen. Das Buch ist für ihn weit mehr als ein "autobiographischer Essay", wie sein Untertitel lautet. Er findet darin Auszüge aus historischen Untersuchungen, Dorfchroniken, geschichtsphilosophischen Überlegungen über das Wesen von Sprachen, Nationen und geographischen Nachbarschaften, aus kulturkritischen Rück- und Ausblicken sowie Erörterungen religiöser und moralischer Natur. Kurz: Er sieht darin einen "gewaltigen Rundumschlag", der sich grundlegend mit dem Verhältnis zwischen Tschechen und Deutschen und der jeweiligen Schuld auseinander setzt. Dabei unterstreicht er Skrabeks Bemühungen, beiden Seiten Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Sowohl Sudendeutsche als auch Tschechen werden darin Passagen finden, die sie nicht gerne lesen werden. Schwarz will nicht verhehlen, dass es sich um ein überaus anspruchsvolles Werk handelt. Lesern, die sich zum erstem Mal mit dem "Böhmischen Knoten" befassen, kann er das Buch nicht unbedingt empfehlen.
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