"Theo hat versagt." Erstaunt blickt Christina Höffgen auf. Wer um Himmels willen ist Theo? Sie liest weiter. "Du solltest Dich lieber beeilen. Die Adresse ist: Fordstraße 237. Ach übrigens: Ihr Name ist Jennifer." Der rätselhafte Brief lässt Christina nicht mehr los. Gemeinsam mit ihrem Mann fährt sie zu der angegebenen Adresse, auch wenn sie nicht daran glaubt, dort tatsächlich eine Jennifer zu finden. Ein großer Irrtum. Die Abteilung für Kapitaldelikte der Zentralen Kriminaldirektion Frankfurt am Main spannt die beiden Kommissarinnen Emilia Capelli und Mai Zhou zusammen, um die bizarrste Mordserie aufzuklären, die die Stadt je erlebt hat. Unterschiedlich wie Tag und Nacht, misstrauen die beiden Frauen einander auf Anhieb. Doch wohl oder übel müssen sie sich zusammenraufen, denn bald jagen sie einen gewissenlosen Serienkiller, der seine Morde als grausige Themenwelten inszeniert. Und sein "Werk" ist noch nicht vollendet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.05.2014
Bisschen viel für Jürgen Kaube, was die Autorin hier in ihr Krimidebüt packt. Auch wenn Kaube die Reproduktion bewährter Genremittel (Ermittlerinnen mit Migrationshintergrund, zeichentheoretisch deutbare Morde, Cliffhanger) im Hinblick auf serielle Produktionsambitionen und die Verfilmbarkeit des Stoffes nachvollziehen kann, geht ihm Judith Winters sehr beflissene "Symbolschnitzeljagd" im Therapiemilieu schließlich doch etwas auf die Nerven. Die Witzlosigkeit des Ganzen rundet das Bild ab.
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