Herausgegeben vom Verein für die Erhaltung der Synagogen und des Friedhofes Endingen-Lengnau (Bd.1). Mit 334 Farbabbildungen. Der hier angezeigte erste Band des Vereins für die Erhaltung der Synagogen und des Friedhofes Endingen Lengnau stellt einen ausführlichen Katalog des noch erhaltenen Kulturgutes der beiden jüdischen Landgemeinden dar. Besprochen werden Objekte aus Museumsbesitz sowie Gegenstände, die noch in den Synagogen, im Altersheim und bei Privatpersonen beider Judendörfer aufbewahrt werden. Darunter befinden sich farbenfrohe Textilien und traditionelles Kultgerät als auch Dinge häuslichen Gebrauchs, die die jüdischen Sitten und das einfache Leben auf dem Land veranschaulichen. Endingen und Lengnau nahmen eine Sonderstellung in der alten Eidgenossenschaft ein, so gehörten sie doch zu den wenigen Gemeinden, in denen Juden sich niederlassen konnten und die sich weitgehend autonom durch einen eigenen Gemeindevorstand verwalteten. Als Ergänzung des Kataloges folgt in Kürze der zweite Band über Lebendiges und untergegangenes Brauchtum.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.11.2008
Roman Hollenstein begrüßt Anna Rapp Buris Buch über jüdisches Kulturgut aus Endingen und Lengnau. Wie er berichtet, handelt es sich dabei um eine Begleitpublikation zur Ausstellung "Auf den Spuren der jüdischen Landgemeinden im Aargau" im Jüdischen Museum der Schweiz in Basel. Er lobt die sorgfältige Dokumentation und Kommentierung von über 300 sakralen und profanen Objekten aus dem Leben der jüdischen Gemeinden in Endingen und Lengnau seit dem 17. Jahrhundert - vom Opferstock über Toramäntel, Toraschmuck, Gebetsriemen, Tallit-Taschen, Schabbatlampen, Gewürztürmchen und Kidduschbechern bis zum Schutz- und Schirmbrief der Eidgenossenschaft von 1776. Damit gewährt der reich bebilderte Band für Hollenstein einen guten Einblick sowohl in das politische und religiöse als auch in das alltägliche Leben der jüdischen Landgemeinden im Aargau.
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