Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.07.2002
Im Jahr 1877 wurde im hessischen Nidda feierlich die neue Synagoge eröffnet, und noch fünfzig Jahre später, zum Jubiläum, scheint die Beziehung zwischen den jüdischen und nichtjüdischen Bürgern der Stadt konfliktfrei und von selbstverständlicher Alltäglichkeit. Am 28. Juli 1939 jedoch meldet der "Niddaer Anzeiger" das Verschwinden der letzten jüdischen Familie des Ortes, "zur Freude der Einwohnerschaft". Der Anlass zur lokalgeschichtlichen Studie ist, wie der Rezensent Jochen Hieber berichtet, ein persönlicher: Wolfgang G. Stingl, seit 1985 als Gefängnispfarrer tätig, ist in Nidda aufgewachsen und dort auf Spuren der jüdischen Geschichte gestoßen. Trotz des persönlichen Engagements aber bleibt, so Hieber, die als Doktorarbeit angenommene Arbeit "sachlich, lakonisch und genau".
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