In welchen Städten möchten wir heute und in Zukunft leben? Wie verändern die Angst vor Terror und die großen Migrationsbewegungen, aber auch soziale Unterschiede unsere öffentlichen Räume? Welche Akteure sind an den komplexen Transformationen beteiligt?
Die ambivalente Stadt setzt sich mit der zunehmenden Fragmentierung unserer Städte als Reaktion auf den wachsenden politischen, ökonomischen und sozialen Druck auseinander. Im Fokus steht die immer stärker werdende Forderung nach Sicherheit und Überwachung und das damit einhergehende Schwinden frei zugänglicher öffentlicher Räume, sozialer Durchmischung und kommunaler Teilhabe. Als Gegenpol werden partizipative und selbst verwaltete Bewegungen vorgestellt, die sich diesen verschließenden Tendenzen entgegenstellen. Ergänzend dazu wird die Rolle der Fotografie in der Stadtforschung näher beleuchtet. Das Buch plädiert - auch in scheinbar unsicheren Zeiten - für gesellschaftliche Vielfalt und eine neue Relevanz des Konzepts der Offenen Stadt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.12.2017
Robert Kaltenbrunner fragt mit Jürgen Krusche und seinen Autoren, in was für einer Stadt wir leben wollen. Der Band widmet sich laut Rezensent vor allem dem Thema Überwachung und wie sie städtische Räume verändert. Der Band besticht laut Rezensent durch einen ungewöhnlichen Aufbau aus gesellschaftskritischen Essays, Fallbeispielen (Urban Gardening, Lagos, Hongkong) sowie Fotografien und durch den trotz unterschiedlicher Zugänge von Kaltenbrunner erkannten Tenor, dass die offene Stadt doch die bessere sei.
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