"Es gibt kein Leben, in dem nicht eine Stadt eine Rolle spielt."
(Karen Blixen)
Städte zeigen unsere Sehnsüchte und unsere Zerrissenheit wie durch ein Brennglas. Auf engstem Raum treffen sich Menschen und Ideen, existieren die mannigfachsten Lebensstile nebeneinander. Jung oder alt, modern oder traditionell - die Stadt ist ein soziokulturelles System, in dem sich die Themen unserer Zeit spiegeln: Von Gentrifizierung, Migration, Verödung der Innenstädte bis zum urban gardening, weltweitem Bauboom und den Auswirkungen des globalen Klimawandels. Das Stadtleben motiviert, es polarisiert aber auch. Wie sieht sie aus, die Stadt von Morgen? Wie werden wir in und mit ihr leben? Das Autorenduo zeichnet ein spannendes Mosaik der Stadt und ruft dazu auf, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.
Über Wachstumsschübe unserer Großstädte und die Möglichkeiten und Risiken der Stadtplanung erfährt Monika Dittrich vom Architekten Robert Kaltenbrunner und dem Volkswirt Peter Jakubowski. Wie die Zukunft der Städte von der Kloake bis zum Straßennetz und der Nutzung öffentlicher Räume aussehen könnte, was Philosophen, Soziologen und Schriftsteller dazu beitragen könnten und wie der Status quo aussieht, lehrt die Lektüre Dittrich. Keine Patentrezepte, dafür das Abwägen von Möglichkeiten und Beispiele für Gelungenes bieten ihr die Autoren, gut geschrieben und kurzweilig präsentiert.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 03.01.2019
"Die Stadt der Zukunft" ist weder Science Fiction noch Futorologie. Es ist eine Analyse des Ist-Zustandes, eine Sammlung von Fragen und eine Reihe von Lösungsansätzen, erklärt Rezensent Johannes Kaiser. Wer sich einen groß angelegten Entwurf der europäischen Stadt der Zukunft erhofft, wird in diesem Buch nicht auf seine Kosten kommen, warnt Kaiser. Die beiden Stadtplaner Robert Kaltenbrunner und Peter Jakubowski haben einen realistischeren Anspruch. Anschaulich und eingängig erklären sie die gegenwärtigen Probleme der Städte, so der Rezensent, stellen interessante Fragen und lassen dabei kein Detail aus. Ihre Vorschläge für die Zukunft erscheinen im Einzelnen eher bescheiden, in der Masse jedoch wirksamer als so manch vermeintlich bahnbrechende Idee, glaubt Kaiser. Nach dieser Lektüre ist er überzeugt davon, dass die Lösung nur aus vielen kleinen Schritten bestehen kann, und dass Autos nicht in die Innenstädte der Zukunft gehören!
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