Herausgegeben von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Berlin gilt als Stadt der Raumpioniere, als Ort selbstinitiierter Raumaneignung. Nischen und Lücken werden besetzt, vergessene Orte und Bestandsbauten neu bespielt. Durch selbstbestimmtes räumliches Gestalten, Bauen, Wohnen und Arbeiten - sei es in Form von Baugruppen, Genossenschaften, Co-Working-Spaces oder anderen Projektformen - ist in Berlin innerhalb der letzten zehn Jahre eine architektonische Vielfalt und Qualität entstanden wie in kaum einer anderen europäischen Stadt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.09.2013
Als Augenöffner empfiehlt Michael Mönninger die von Stadtentwicklungssenator Michael Müller herausgegebene Studie zum Thema selbstverantwortliches Bauen im urbanen Raum. Mönninger stößt im Band auf manchen Knüller, etwa wenn ihm die Autoren anhand einschlägiger Bauvorhaben auseinandersetzen, dass flexible Grundrisse und Dachgarten mitunter 50 Prozent weniger kosten als Konfektionsware, also Wohnklos mit Lochfenstern. Die im Buch vorgestellte Bandbreite selbstverantwortlichen Bauens und der Umgang der Stadtverwaltungen damit bedeutet dem Rezensenten allerdings auch, worin das Problem besteht: in der Bequemlichkeit und Fantasielosigkeit verantwortlicher Stadtplaner.
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