Erstmals kommen Afrikaner deutscher Zunge, Namibia-Deutsche, öffentlich zu Wort. Sie erzählen von ihren Hoffnungen, aber auch von ihrem Umgang mit dem schwierigen Erbe deutscher Kolonialgeschichte. Dunkler Schatten Waterberg enthält bewegende Geschichten von Liebe und Verrat, von Hoffnung und Verzweiflung vor dem Hintergrund eines unendlich weiten Landes im Süden Afrikas.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.05.2005
Rezensent Jürgen Zimmerer nimmt erleichtert zur Kenntnis, dass Jürgen Leskien in seinem Buch über Namibia keine Pauschalurteile fällt, sondern "differenzieren" will. Der Autor beschäftigt sich in seinem Werk mit den deutschsprachigen Namibiern, die er von ihrem Leben erzählen lässt. Dabei entdecke der Leser eine "Vielfalt der erzählten Positionen", die das noch immer vorherrschende Bild einer "homogenen Gruppe von Deutsch-Südwestern" geraderücke. Mitunter sind diese Positionen so von Rassismus geprägt, dass man beim Lesen "an sich halten muss". Dafür wiederum "entschädigen" andere Protokolle, wie das eines deutschstämmigen Pastors, der gegen alle Widerstände eine Ovambo heiratete. Bedauerlich findet der Kritiker an diesem ansonsten gelungenen Buch nur eines: Leskien hätte sich auf die Erzählungen der Menschen beschränken und diese nicht in eine "fiktive Rahmenerzählung" einbetten sollen. Dann nämlich würden dem Leser einige "Klischees" erspart.
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