Vorwort und Testimonial von Bastian Obermayer und Frederik Obermaier. Testimonial von Wolfgang Kaleck. Die Ibiza-Affaire hat Österreichs politische Zeitgeschichte verändert. Julian Hessenthaler ist jedoch davon überzeugt, dass die entscheidende Warnung uns noch nicht erreicht hat. Was "Ibiza" nämlich vor allem zeigt: ein strukturelles, nationales Sicherheitsrisiko. Der Politskandal und die Ibiza-AffaireDie Geschichte eines der größten Polit-Skandale Europas wird in diesem Buch erzählt, wie sie noch nie erzählt wurde. Hessenthaler schreibt über die Folgen und Lehren, die man eigentlich hätte ziehen sollen. Er stellt die Fragen, die wehtun und die deshalb noch niemand gestellt hat.Korruption und Abhängigkeit von RusslandWas bedeuten strukturelle Korruption und Abhängigkeiten von Russland für unsere politischen Systeme? Welche Rolle spielt Informationssicherheit? Wie wachsam müssen wir in Zeiten eines international erstarkten Rechtspopulismus sein, um unsere politischen Systeme besser zu schützen?Das Buch ist ein Plädoyer dafür, "Ibiza" als das zu sehen, was es eigentlich ist: ein Weckruf für den Erhalt unserer Demokratien!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.09.2024
Rezensent Stephan Löwenstein scheint nicht zufrieden mit Julian Hessenthalers Rückblick auf die Affäre um das Ibiza-Video und den Sturz von Strache und der Regierung Kurz. Wirklich Neues über die Entstehung des Videos bietet das Buch laut Löwenstein nicht. Und auch die angekündigten Enthüllungen um russisch-österreichische Verbindungen scheinen dem Rezensenten alles andere als sensationell. Sie sind entweder aus bereits veröffentlichtem Material zusammengestoppelt oder nur hingeraunte Andeutungen, kritisiert er. Darüber, warum Hessenthaler nach dem "Coup" mit dem Video abtauchte oder was es mit dem Haftbefehl gegen ihn wegen Kokainhandels auf sich hat, erfährt Löwenstein aus dem Buch ebenfalls kaum etwas.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.09.2024
Rezensentin Cathrin Kahlweit ahnt, dass nicht allzu viel gefolgt ist aus dem von Julian Hessenthaler einst initiierten Ibiza-Video. Der Autor des Buches saß allerdings in Haft, gibt sie zu bedenken, während Heinz-Christian Strache nie belangt wurde. Was bietet das Buch fünf Jahre nach der Veröffentlichung des Videos? Laut Kahlweit kaum etwas Neues. Doch außer jeder Menge Andeutungen, wie schwerwiegend die Moskau-Verbindungen der FPÖ sein könnten, legt der Autor immerhin offen, wie er das Video ausheckte und wie er den ganzen Nachhall erlebte, mit Angst nämlich, meint Kahlweit. Der Rest sind Einlassungen zu Wirecard und anderen Skandalen, schreibt sie leicht enttäuscht. Hessenthalers Warnung davor, dass Herbert Kickl weiterhin machtgierig sei, möchte Kahlweit aber gern gehört wissen.
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