Aus dem Amerikanischen von Catrin Frischer. Die 16-jährige Regan tut für ihren älteren Bruder Liam alles, doch es belastet sie stark, dass sie als Einzige von seinen zwei Identitäten weiß. Denn Liam ist transsexuell, ein Mädchen in einem männlichen Körper. Nacht für Nacht verwandelt er sich mit Hilfe von Perücken und Kleidern in das Mädchen Luna, um seinem wahren Ich Raum zu geben. Tagsüber schlüpft Liam in die Rolle des Mädchenschwarms und phantastischen Schülers, der vor seinem Vater den echten Kerl mimt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.12.2006
Die Lektüre von Julie Anne Peters' Buch fand Rezensentin Jeanne Rubner manchmal schwierig, weil sie "mitunter regelrecht weh tut". Das liegt in ihren Augen keineswegs an der Qualität der Autorin, sondern vielmehr am Thema. Peters schildert in ihrem Buch das schwierige Coming-Out eines Jungen, der im falschen Körper lebt. Bis aus Liam schließlich Luna wird, wird die Rezensentin durch die Begriffsstutzigkeit und Sturheit der Eltern gequält. Auch der 15-jährige Co-Rezensent Lorenz Rubner ist begeistert davon, dass sich jemand an dieses "wichtige Thema" wagt. Obwohl die Autorin sich kaum mit den Fakten zum Thema Transsexualität aufhält, "bebt das Ganze noch eine Zeit lang in einem nach". Ein Buch, das, so schreibt der junge Kritiker, nicht nur für Betroffene lesenswert ist, sondern auch "für ganz normale Leseratten". Und Kritikerin Rubner zeigt sich sichtlich erleichtert, dass es am Ende doch noch ein "befreiendes Happy End" gibt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.09.2006
Der Rezensentin Anja Knabenhans gefällt die Herangehensweise, die Jugendbuchautorin Julie Anne Peters für das schwierige Thema Transsexualität gewählt hat. Die Geschichte von Luna/Liam erzählt die Autorin aus der Perspektive der kleinen Schwester, die neben dem Geheimnis, das sie über ihren Bruder hütet, genug eigene pubertätstypische Probleme hat. Das sorgt dafür, dass man als Leser zwar viel über das Thema Transsexualität erfährt, "systematisch aufgefächert" wird das Thema allerdings trotzdem nicht. Im Resultat ist dieser Roman nach Einschätzung der Rezensentin "berührend ehrlich, einfühlsam und vor allem lebensecht".
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