Seit 49 Jahren leben sie in einem Körper und sind doch verschieden wie Tag und Nacht: die siamesischen Zwillinge Masha und Dasha. Rebellisch und kämpferisch die eine, sanft und beliebt die andere. Sie erzählen von ganz unterschiedlicher Warte aus von ihrem einen, unlösbar verknüpften Leben, den dramatischen Verhältnissen, unter denen sie in Russland aufwuchsen, und dem Denken und Fühlen siamesischer Zwillinge.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 31.03.2000
Fasziniert und gleichermaßen entsetzt äußert sich Bettina Ehrhardt über die hier aufgezeichnete Lebensgeschichte der siamesischen Zwillinge Masha und Dasha, die zwar über jeweils eigene Nerven- und Verdauungssysteme, aber nur einen Blutkreislauf verfügen. Entsetzt ist die Rezensentin nicht über das Buch, sondern über das Leben, das den beiden bisher zugemutet wurde. Ihre Autobiografie gibt auch Aufschluss über den Umgang mit Körperbehinderten in der UdSSR. Angefangen von der Tatsache, dass ihrer Mutter erzählt wurde, sie seien gestorben, über grausame Menschenversuche, die an den Zwillingen durchgeführt wurden bis hin zu ihrer Abschiebung in ein Altenheim und der „Monster“-Sensationsgier der Bevölkerung: „Eine verstörende Geschichte, vom Kampf um Würde und Menschlichkeit und Normalität“ biete sich hier dem Leser. Die Autorin versuche dabei, so die Rezensentin, sich so nah wie möglich an der Sprache der beiden Frauen zu orientieren.
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