2. Auflage 2019. Vom legendären Tank Girl über die virtuelle Band Gorillaz und eine chinesische Popoper bis zu einer Ausstellung von Drucken in der Londoner Saatchi Gallery in 2015 - mit seinen referenzreichen Arbeiten zählt Jamie Hewlett zu den innovativsten, originellsten und umtriebigsten Akteuren der zeitgenössischen Popkultur. Dieser Band, Hewletts erste Monografie, zeigt mehr als 400 Arbeiten des britischen Künstlers.
Rezensent Julian Weber schwelgt in der Renitenz der Jugend und in Snoorrrrt-Geräuschen mit der schwergewichtigen Monografie des Comic-Zeichners Jamie Hewlett. Was der Gorillaz-Erfinder in seinen hier versammelten Bildergeschichten aus 25 Jahren bietet, ist laut Weber zwar nicht unbedingt was für den erlesenen Geschmack der Kaffeetischbuchliebhaber. Aber: Chaotische Figurenkonstellationen, Exzesse aller Art, Kraftausdrücke, galliger Humor, Testosteron und verzogene Fratzen, die wie Landschaften wirken, das ist schließlich auch was, findet Weber.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 03.01.2018
Rezensent Christian Bos ackert sich durch den dicken, "krachend" bunten Bildband mit den Riot-Grrrls und affenartigen Figuren aus dem Popuniversum von Jamie Hewlett. Der von Julius Wiedemann herausgegebene Band lässt die Rezensentin den Weg des Zeichners verfolgen, von seinem anarchischen Tank-Girl-Comic über die Kollaboration mit Damon Albarn bei den "Gorillaz" bis zu stilleren, zurückhaltenden Zeichnungen, die Hewlett in Bangladesch anfertigte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.12.2017
Philipp Bovermann erfährt aus dem von Julius Wiedemann herausgegebene Band über das Werk des britischen Zeichners Jamie Hewlett, wie die achtziger Jahre die Konsumgüter erotisierten. Der Bildband eröffnet dem Rezensenten aber auch die postapokalyptische Welt von "Tank-Girl", mit dem Hewlett laut Bovermann Ende der Achtziger das waffenstrotzende dirty PinUp-Girl des Punk erfand. Weiter geht's im Band mit den Figuren zu Damon Albarns Band Gorrilaz, ihre Erschaffung durch Hewlett zeugt für Bovermann vom utopischen Potenzial des Pop, in dem jeder, gleich woher, seinen Platz findet.
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