Diana ist eine von vielen Frauen, die ihr Zuhause in Osteuropa verlassen, um anstelle eines männlichen Ernährers für die Familie zu sorgen. Ihr Vater ist längst verschwunden, zurück bleiben ihr behinderter Sohn, die strenge Mutter und die verbitterte Schwester. Ihren ursprünglichen Traumberuf Regisseurin gibt sie bald auf und wird Teil jener illegalen Ausländer, die im "goldenen Westen" an Raststätten und in Rotlichtvierteln gefangen sind. Erst als sie in Wien Leo trifft, einen abergläubischen und schwerkranken Polizisten, der sie vor der Abschiebung aus Österreich rettet, scheint es, als könnte Diana ihr Schicksal nun endlich selbst in die Hand nehmen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 22.11.2012
Kein gutes Ende nimmt die Hauptfigur dieses Romans der Schriftstellerin und Dolmetscherin Julya Rabinowich laut Astrid Kaminski. Allerdings fällt es Kaminski auch schwer, überhaupt Sympathien für die Figur zu entwickeln, die Rabinowich als nicht eben integrationsfreudigen illegalen Russland-Flüchtling in Wien angelegt hat. So wichtig das Thema und so gelungen Kaminski die lyrisch-dramatische Sprache der Autorin in ihrer Konkretheit auch erscheint, so sehr vermisst sie doch eine eindeutige Erzählerfigur. Dass der Text zwar den konkreten Bezug zur Realität behauptet, im Einzelnen jedoch nicht immer daran zu messen ist, scheint Kaminski ebenfalls problematisch.
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