Aus dem Ukrainischen von Stefaniya Ptashnyk und anderen. Juri Andruchowytsch, der in der deutschen Öffentlichkeit für eine neue, unabhängige Ukraine steht, begann als rebellische Lyriker in den 1980er Jahren. Die von ihm mitbegründete Gruppe BuBaBu (Burlesk-Balagan-Buffonada) galt als poetischer Aufbruch im Geist der Moderne. Bereits damals ging es um eine Poesie, die sich vom staatlich geschützten Sozialistischen Realismus mit frechen Pointen und gezielten Tabu-Brüchen absetzt. In seinen Texten mischt sich poetische Spielfreude mit Weltläufigkeit.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 08.12.2009
Rezensentin Ilma Rakusa begrüßt diesen deutschen Auswahlband mit Gedichten des im Westen vor allem für seine Essays und Romane bekannten ukrainischen Schriftstellers Juri Andruchowytsch. Der Band, der Gedichte aus den Werken "Exotische Vögel und Pflanzen" (1985 bis 1990) und "Lieder für den toten Hahn" (1999 bis 2004) vereinigt, vermittelt in ihren Augen einen Eindruck vom lyrischen Können des Autors. Die "songhaften" Verse über Liebe, Reisen, das Studentenleben, den Alltag, Geschichte und Gegenwart findet Rakusa "sinnlich, sentimental, sarkastisch, melancholisch". Dabei würdigt sie Andruchowytsch als einen "Virtuosen aller Stillagen", dessen postmoderne Verspieltheit nie zu einer Masche wird. "Durch alles hindurch behauptet sich ein lyrisches Ich mit unverwechselbarer Stimme", so die Rezensentin, "die besonders dort berührt, wo sie sich einem anderen zuwendet."
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