Jutta Wilke

Stechmückensommer

(Ab 12 Jahre)
Cover: Stechmückensommer
Knesebeck Verlag, München 2018
ISBN 9783957281050
Gebunden, 240 Seiten, 15,00 EUR

Klappentext

Madeleine ist genervt: Sie wollte nicht nach Schweden ins Ferienlager, wo sie von allen nur gemobbt wird. Und jetzt ist sie auch noch mit diesem verrückten rot-grün-haarigen Typen, der unbedingt die Mittsommernacht am Nordkap verbringen will, auf dem Weg durch Schwedens Wälder ... Und das alles nur, weil sie zurück in den Bus gegangen ist, um sich vor der Besichtigung des schwedischen Bergwerksstollens zu drücken. Dass dieser Julian, genannt Ampel, den Bus inklusive ihrer Wenigkeit kapern würde, das konnte sie ja nicht ahnen. Und dann stößt auch noch Vincent, ein Junge mit Downsyndrom, zu ihnen, der die beiden begleiten möchte … Ein Abenteuer beginnt, das alle drei so schnell nicht vergessen und aus dem sie gestärkt und selbstbewusster hervorgehen werden.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.07.2018

Hilde Elisabeth Menzel behält die Abenteuer, die Figuren und Dialoge in Jutta Wilkes Sommergeschichte für Kinder ab 12 noch lange im Gedächtnis. Spannend, lebendig und lustig findet sie die an Herrndorfs "Tschick" angelehnte Story um jugendliche Außenseiter auf einem Roadtrip durch Schweden. Dass die HeldInnen am Ende Ängste überwunden und unmöglich erscheinende Ziele erreicht haben, freut Menzel ungemein.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.07.2018

Rezensentin Manuela Kalbermatten stellt gleich einige Kinderbücher vor, die das Zeltlager als jugendliche Horrorerfahrung in den Blick nehmen. Dazu gehört auch Jutta Wilkes Roman "Stechmückensommer", in dem die 13-jährige Madeleine das obligatorische Jugendlager als Zwangsbeglückung durchlebt, so die Rezensentin: Von allen nur Made genannt, wünscht sie sich einen Badeanzug, der nicht nur unschöne Stellen bedeckt, sondern gleich ganz unsichtbar macht. Und bis sich das unglückliche Mädchen auf einen utopischen Road-Trip mit anderen Parias retten kann, erlebt sie, wie Kalbermatten informiert, dass Kinder Erwachsenen nicht nachstehen, wenn es ums Verletzen, Strafen und Ausschließen geht. Sehr feinfühlig findet die Rezensentin, wie Wilke in ihrem Roman diese jugendlichen Erfahrungen nachzeichnet.

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