Märchenstoffe sind auf der ganzen Welt ähnlich. Auch dieses Märchen aus der Südschweiz kennt die typischen Gegensätze: Gut und Böse, fleißig und faul, Belohnung und Bestrafung. Außergewöhnlich ist, wie die Autorin Eveline Hasler und die Illustratorin Käthi Bhend die Geschichte von Meo und Leo und deren Weg durch den Zauberwald erzählen: Sie lassen die Natur buchstäblich lebendig werden. Hinter dem Rauschen der Bäume und dem Knistern des Laubes stecken allerlei Naturgeister, die in das Leben der Menschen eingreifen: Pilzgörpse und Waldhexen, Pflanzenelfen und Waldschrate. Aus jedem Dickicht guckt ein Augenpaar hervor, das mitverfolgt, wie unterschiedlich die Brüder Meo und Leo mit der Natur umgehen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.03.2007
Der Rezensentin Andrea Lüthi gefällt, was die Autorin Eveline Hasler und die Illustratorin Käthi Bhend aus einer Tessiner Sage über ein ungleiches Brüderpaar gemacht haben. Dadurch, dass der Text knapp gehalten und "leicht verständlich" sei, bleibe genug Platz für die Bilder, die nach Meinung der Rezensentin zu kleinen Entdeckungsreisen einladen und sie ganz besonders zum Schwärmen bringen: "Das Bilderbuch ermutigt die Leser, die Natur mit wachen Sinnen wahrzunehmen." Lüthi findet die Illustrationen nicht nur unterstützend für die Erzählung, sondern sieht darin eine eigene Geschichte, die über das mit Worten Erzählte hinausgehe.
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