Aus dem Schwedischen von Christian Ebbertz. Nelly Sachs feierte Karin Boye (1900-1941) als "leidenschaftliche Verschwenderin ihrer Seelenkräfte", der "Schweden einige seiner schönsten Gedichte zu verdanken hat" und Peter Weiss setzte ihr im dritten Band seiner "Ästhetik des Widerstands" ein literarisches Denkmal. Am bedeutendsten ist sie als bildmächtige Lyrikerin der Sehnsucht, der Nacht, des Unbewussten und nicht zuletzt des Coming-out. Sie verdient ihren Platz neben anderen Ikonen des 20. Jahrhunderts wie Anna Achmatova, Sylvia Plath oder Ingeborg Bachmann. Ihr lyrisches Gesamtwerk erscheint nun erstmals auf Deutsch.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.07.2022
Rezensent Matthias Hannemann hält sich zurück mit einem Urteil über die Übertragung von Karin Boyes Gedichten durch den des Schwedischen unkundigen Übersetzer Christian Ebbertz. So übel aber kann Ebbertz' Arbeit nicht sein, erkennt Hannemann doch beim Lesen die Zerrissenheit der Autorin in dem mal klassischen, mal modernen Duktus der Texte wieder. Verständlicher werden die Texte laut Hannemann mit etwas biografischem Wissen über Boye, die in Schweden sehr bekannt ist, wie er erklärt. Boyes Homosexualität, ihr depressives Leiden und ihr rastloses Leben, das sie 1941 selbst beendete, bieten einen Schlüssel zum lyrischen Werk, glaubt der Rezensent.
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