Karl Nehammer, 1972 in Wien geboren, löste 2021 Sebastian Kurz als österreichischen Bundeskanzler ab. In seinen Memoiren gibt er nun Einblick in sein Leben: Der Aufstieg innerhalb der Österreichischen Volkspartei, sein Weg ins Kanzleramt, die Krisen und Erfolge. Nehammer spricht über seine ÖVP-Karriere und darüber, was er sich für Österreichs Zukunft wünscht. Ein Altkanzler plädiert für Anstand, Kompromissfähigkeit und Redlichkeit - und den Wert der Demokratie.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.01.2026
Rezensentin Verena Mayer schätzt die Autobiografie des österreichischen Ex-Kanzlers Karl Nehammer für den Verzicht auf Sinnsuche und Rechtfertigung. Der Autor bietet laut Mayer eher knappe Informationen zu seiner Herkunft und seinem Werdegang und konzentriert sich stattdessen auf seine Zeit als Kanzler. Trockene Kost über Verwaltungsreformen und Sparhaushalte, so Mayer naserümpfend. Interessant wird es für sie, wenn Nehammer seinen kleinen Beitrag zur Weltgeschichte angeht, den Besuch bei Putin im April 2022. Hier kann Nehammer die Ereignisse um einige wissenswerte Details ergänzen, so Mayer.
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