Sie war eine der geistreichsten und schönsten Frauen des 18. Jahrhunderts: Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel. Die Mätresse und heimliche Ehefrau des kurfürstlichen Königs Augusts des Starken stieg zur wichtigsten Beraterin des sächsisch-polnischen Regenten auf. Doch ihre mächtige Stellung wurde der Cosel zum Verhängnis: Als Opfer höfischer Intrigen und politischer Interessen büßte sie auf Burg Stolpen über neunundvierzig Jahre - für eine kurze Episode der Liebe und des Glücks am prunkvollen Dresdner Hof.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.08.2006
Vollendeter als Rezensent Manfred Schwarz kann man ein Buch wohl kaum in Grund und Boden kritisieren, er ignoriert es einfach. Und erzählt statt dessen ausgiebig über die eigentlich spannende Geschichte der Gräfin Cosel, nur aus anderen Quellen. Denn schon 1734 sei einem gewissen von Pöllnitz mit "Esprit" gelungen, was die inkriminierte Autorin Katja Doubek nun mit kleinbürgerlicher "Einfühlung" versuche. Kurz, die romänchenhaften Ausschmückungen der historischen Fakten, so der Rezensent, die die Autorin zudem nur unzureichend studiert habe, verunstalteten eine tragischen Geschichte von europäischem Format zu einer "Provinzposse".
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