Mit 41 S/W- und 4 Farb-Abbildungen. Die Hofdamen stellen bis heute eine zwar gern zitierte, aber weitgehend unerforschte Gruppe der Wiener Hofgesellschaft dar. Das vorliegende Buch stellt die erste eigenständige Untersuchung zur diesem Gegegenstand für einen der größten Höfe Europas in der Frühen Neuzeit dar. Es beinhaltet neben einer Darstellung, die den Alltag bei Hof, Feste und Reisen ebenso behandelt wie die Herkunft der Frauen und ihre Karrieren, auch Quellen, in denen Hofdamen selbst zu Wort kommen. Fast 200 Kurzbiographien von Amtsträgerinnen des 17. Jahrhunderts machen inidivuelle Schicksale von Hofdamen dieser Zeit nachvollziehbar.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.12.2005
Bestens unterhalten und belehrt fühlt sich Rezensent Gerrit Walther von Katrin Kellers Buch über die Hofdamen im Wien der Gegenreformation. Üppige Feste wie im Versailles des Sonnenkönigs konnten die Damen nicht erwarten, hat Walther in diesem Buch erfahren, in Wien bestand zwischen Hof und Kloster kein großer Unterschied (abends wurden die "Frauenzimmer" von außen abgeschlossen). Schließlich galt es unter Ferdinand II. vor allem, Österreichs Position als Schutzmacht des Katholizismus zu festigen. Der Rezensent staunt, mit welcher Findigkeit die Historikerin Quellen aufgetan hat, denn in den adligen Genealogien werden die Karrieren der Töchter eher nachlässig behandelt, auch wenn sie am Hofe stattfanden. So musste Keller auf Privatarchive zurückgreifen, Zeremonialakten, Soldlisten und Dienstanweisungen, aus denen sie Kurzbiografien von 159 Hofdamen und 31 Hofmeisterinnen destillieren konnte, wie der Rezensent informiert, der abschließend Witz, Munterkeit und Gelehrsamkeit der Autorin lobt.
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