Die Zeitschrift DAS GEDICHT widmet ihren 23. Jahrgang dem Essen und Trinken. Die beiden Herausgeber Kerstin Hensel und Anton G. Leitner haben ein opulentes Menü aus 111 Gedichten zusammengestellt. Es wird genascht, gelockt, geleckt, verführt oder mit dem Blick durchs Schlüsselloch die schöne Köchin angeschmachtet, denn zwischen Küche und Bett ist es nur ein kurzer Weg. Im Essayteil zieht der renommierte Restaurantkritiker Peter Peter Parallelen zwischen Gerichten und Gedichten. Er gibt konkrete Tipps, wo man gut speisen kann - vom Imbissstand bis zur ambitionierten Kreativküche. Und nach einer köstlichen Mahlzeit helfen zur Verdauung immer noch "zwei Stamperl Enzensberger!"
Dem Rezensenten Frédéric Schwilden schmeckt nicht, was Kerstin Hensel und Anton G. Leitner in diesem Band zusammengetragen haben. Nein, für ein neues Genre, das Foodgedicht, reicht es nicht, cruncht auf luncht zu reimen, meint der Rezensent zerknirscht. Was in der Anthologie an Texten zusammenkommt, ergibt für Schwilden etwas Ungenießbares. Furchtbar, meint er.
Judith Hermann: Ich möchte zurückgehen in der Zeit Judith Hermann folgt den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Sie verknüpft ihr Schreiben mit seiner… Joanna Bator: Die Flucht der Bärin In einem letzten Versuch, ihre erkaltende Liebe zu retten, fliegt ein Paar nach Kreta. Als sie anderntags in der Morgensonne erwacht, ist er bereits schwimmen gegangen. Als… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes…