Die Zeitschrift DAS GEDICHT widmet ihren 23. Jahrgang dem Essen und Trinken. Die beiden Herausgeber Kerstin Hensel und Anton G. Leitner haben ein opulentes Menü aus 111 Gedichten zusammengestellt. Es wird genascht, gelockt, geleckt, verführt oder mit dem Blick durchs Schlüsselloch die schöne Köchin angeschmachtet, denn zwischen Küche und Bett ist es nur ein kurzer Weg. Im Essayteil zieht der renommierte Restaurantkritiker Peter Peter Parallelen zwischen Gerichten und Gedichten. Er gibt konkrete Tipps, wo man gut speisen kann - vom Imbissstand bis zur ambitionierten Kreativküche. Und nach einer köstlichen Mahlzeit helfen zur Verdauung immer noch "zwei Stamperl Enzensberger!"
Dem Rezensenten Frédéric Schwilden schmeckt nicht, was Kerstin Hensel und Anton G. Leitner in diesem Band zusammengetragen haben. Nein, für ein neues Genre, das Foodgedicht, reicht es nicht, cruncht auf luncht zu reimen, meint der Rezensent zerknirscht. Was in der Anthologie an Texten zusammenkommt, ergibt für Schwilden etwas Ungenießbares. Furchtbar, meint er.
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