Mit ihrer klaren Sprache zieht Kerstin Preiwuß Lyrik den Leser in den Bann. Die Innigkeit und hohe Musikalität der Zeilen, das Bestreben, auch im Detail auf das ganze, oftmals als brüchig empfundene Dasein zu verweisen, machen ihre Gedichte erfahrbar und schön. Ihre Verse gehen ineinander über und stehen doch einzeln für sich, sie loten den Raum aus, in dem wir leben. Stets bleiben sie der Welt zugewandt, halten inne und verbinden Zustand und Episode zu einer großen Atem holenden Erzählung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.03.2016
Kerstin Preiwuß' neuer Gedichtband "Gespür für Licht" hat Rezensent Nico Bleutge ausgesprochen gut gefallen. Die lyrischen Stücke der Dichterin erscheinen dem Kritiker bisweilen wie eine Meereslandschaft, in der er immer mehr unsichtbare Elemente entdeckt. Darüber hinaus bewundert er Preiwuß' Spiel mit der vertrauten Logik, der Fragwürdigkeit der Identität und ihr Gespür für emphatische Momente. Ab und an wirken die mit Märchenmotiven durchsetzten Verse auf Bleutge beinahe wie Gesang. Insbesondere aber lobt der Rezensent ihre "kunstvolle Einfachheit".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2016
Patrick Bahners liest die neuen Gedichte von Kerstin Preiwuß mit Lust aufs Rätselraten über Kommunikationsmittel oder das Jahr der Aalmutter und im Bewusstsein, dass es sich um einen Zyklus handelt, in dem die Wörter zu Reden beginnen. Das Gespür der Autorin für Licht geht laut Bahners weit über Klangfarben hinaus. Und ihr Gespür für Dramaturgie zeigt sich für Bahners beim Nacheinanderlesen der Gedichte, in der Erfahrung der Texte als fortlaufende Erzählung.
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