Liebeskind Verlagsbuchhandlung, München 2026
ISBN
9783954381821 Gebunden, 216 Seiten, 23,00
EUR
Klappentext
Aus dem irischen Englisch von Thomas Überhoff. Montana, im Jahr 1891. Die Stadt Butte floriert durch ihre Kupferminen, doch unter den hart arbeitenden irischen Einwanderern regiert das Laster. Der trinkfreudige Balladenschreiber Tom Rourke schlägt sich durchs Leben, indem er Liebesbriefe für analphabetische Wanderarbeiter verfasst. Er hat Schulden in jedem Saloon und wird das Gefühl nicht los, dass sein Leben in einer Sackgasse steckt. Just in diesem Moment trifft er Polly Gillespie, die frisch angetraute Gemahlin eines frommen Minenaufsehers. Zwischen Tom und Polly entbrennt eine heftige Liebesromanze, und die beiden fliehen auf einem gestohlenen Pferd durch die Badlands von Montana. Doch bald schon ist ihnen ein Trupp durchgeknallter Kopfgeldjäger auf den Fersen, um Polly zu ihrem Mann zurückzubringen …
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 09.09.2026
Rezensentin Sylvia Staude schwelgt in dieser dunklen Blutballade von Kevin Barry. Beschreibungen der Natur und der Liebe findet der Autor, die Staude umhauen durch ihre sprachliche Wildheit und Wucht. Es geht um eine Amour fou auf der Flucht durch Minnesota, die Barry laut Staude in ausgefallene Bildern (die ihr mitunter etwas zu ausgefallen erscheinen) fasst. Merkwürdige Prediger begleiten sie, "Halbblute", Huren und Sheriffs. Die Iren in diesem Roman, Barry ist selber einer, saufen und schießen, so Staude. Aber die Liebe war selten so wild, findet sie.
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