Aus dem Englischen von Uew-Michael Gutzschhahn. Elliot hat Angst - vor allem im Leben. Das Einzige, was seine Angst in Schach hält, sind seine Medikamente. Und dann, eines Morgens, sind sie aufgebraucht und alles geht schief: Die ganze Stadt wird von einem Schneesturm lahmgelegt, und Elliots Mutter, die nur kurz zu ihrer Schwester wollte, kommt und kommt nicht wieder. Nicht weit entfernt, wird Elliots Tante Opfer eines Raubüberfalls, und als Elliots Mutter an der Haustür auftaucht, wird auch sie von den Tätern gefesselt und geknebelt. Als seine Mutter nicht auftaucht, bleibt ihm nichts anderes übrig: Er muss nach draußen, in den Schneesturm, um seine Mutter zu suchen. Und gerät selbst in die Fänge der Gangster ...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.01.2018
Was Kevin Brooks in seinem neuen Roman beschreibt, wäre unter anderen Umständen und für psychisch stabile Figuren kein geeigneter Thriller-Inhalt, erklärt Rezensent Thomas Feiler, doch aus der Perspektive des 13-Jährigen Elliot ist es das allemal, denn dieser leidet seit und wie vermutet wegen des Todes seiner Zwillingsschwester bei ihrer Geburt an einer Angststörung, die so ziemlich alles umfasst außer seine Familie und seinen Arzt, lesen wir. Als dann eines Tages die Tabletten leer sind, seine Mutter sich auf den Weg macht, um neue zu holen, nicht wieder auftaucht und Elliot sich allein rund 500 Meter von seinem zum Haus der Tante bewegen muss, ist das für ihn, was für andere ein actionreicher Thriller wäre. Die tatsächliche, nicht sonderlich überzeugende Krimi-Handlung am Ende ist dann auch gar nicht mehr der Rede wert, denn im Zentrum stehen die 500 Meter, die der Leser in diesem überaus spannenden, interessanten und originellen Roman aus den Augen Elliots miterleben kann, so der begeisterte Rezensent.
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