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Killen McNeill

Am Schattenufer

Roman
Cover: Am Schattenufer
Ars vivendi Verlag, Cadolzburg 2013
ISBN 9783869131931
Gebunden, 334 Seiten, 18,90 EUR

Klappentext

Die Bundesrepublik in den 70er-Jahren: John Dalzell und Teresa Cassidy haben Nordirland für ein Auslandssemester den Rücken gekehrt. Fernab ihres von Gewalt gebeutelten Herkunftslandes genießen sie das unbeschwerte Studentenleben in der friedlichen Idylle des Steigerwalds. Und so kann sich eine Liebe zwischen den beiden entfalten, wie sie zu Hause in Mitchelstown unmöglich gewesen wäre, denn John ist Protestant und Teresa Katholikin. Doch während John in seiner Abschlussarbeit versucht, der Verblendung auf den Grund zu gehen, die im November 1938 zur Reichspogromnacht führte, werden er und Teresa von den Folgen des erneut aufflammenden Hasses in der Heimat eingeholt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 26.09.2013

Sylvia Staude findet diese zeitgenössische Version des Romeo-und-Julia-Stoffes, verfasst von dem seit langem in Deutschland lebenden Iren Killen MacNeill, auch ohne Happy End lesenswert. Das schicksalhafte Zusammentreffen einer nordirischen Katholikin und eines nordirischen Protestanten in Franken gestaltet der Autor laut Staude aufgrund genauer Recherchen des katholischen Blickwinkels und ohne eine Perspektive zu favorisieren. Die Risse in der Liebe, den offenen inneririschen Konflikt und Parallelen zum Nationalsozialismus findet Staude in der Darstellung überzeugend, da unsentimental, geradlinig und souverän.
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