Klaas Voß

Washingtons Söldner

Verdeckte US-Interventionen im Kalten Krieg und ihre Folgen
Cover: Washingtons Söldner
Hamburger Edition, Hamburg 2014
ISBN 9783868542745
Gebunden, 590 Seiten, 38,00 EUR

Klappentext

Die Privatisierung des Krieges ist in den letzten Jahren stetig vorangeschritten, nicht zuletzt durch den Einsatz von privaten "Söldnerfirmen" wie Blackwater in Afghanistan und im Irak. Doch es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Söldner erst mit dem Aufstieg der großen Militärdienstleister nach dem Ende des Kalten Krieges wieder zu einem wichtigen Konfliktakteur wurden. Tatsächlich fanden sie im Konflikt der Supermächte mit seinen verdeckten Operationen und Stellvertreterkriegen einen idealen Nährboden. Während man in Washington glaubte, dass Söldner risikofreie Interventionen in der "Dritten Welt" ermöglichten, brachte ihr Einsatz in Wirklichkeit eine erhebliche politisch-moralische Hypothek mit sich und bot eine ideale Angriffsfläche für kommunistische Propaganda.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2014

Spannend wie ein Roman und hochaktuell findet Rezensent Winfried Heinemann das Buch von Klaas Voß. An drei Fallbeispielen (belgisch Kongo, Angola, Nicaragua) zeigt ihm der Autor "minutiös", wie rasch Söldner sich der politischen Kontrolle entziehen können und welche außenpolitischen Komplikationen der Einsatz von Söldnern für die US-Regierungen mit sich brachte. Dabei wird dem Rezensenten auch klar, dass der Söldnereinsatz jeweils nicht leichtfertig geschah. Dass sich der Autor nicht zu Antiamerikanismus hinreißen lässt, sondern genau und möglichst entlang der offen gelegten Akten von CIA, Weißem Haus und State Department argumentiert, rechnet Heinemann ihm hoch an.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.08.2014

Für Joseph Croitoru ist die von Klaas Voß aufgeschriebene Geschichte des amerikanischen Söldnertums noch lange nicht zu Ende. Dass der Autor seine materialreiche Studie mit dem Imageproblem der in Nicaragua eingesetzten Söldner enden lässt, scheint ihm nicht zu gefallen. Das Buch ordnet er indes in den Kontext der sich mit dem Erbe des Ost-West-Konflikts beschäftigenden Arbeiten des Hamburger Instituts für Sozialforschung ein. Brisanz erhält die laut Croitoru sich auf unbekanntes amerikanisches Archivmaterial zu Söldnereinsätzen Washingtons im Kongo, in Angola, Rhodesien und  Nicaragua stützende Studie laut Rezensent durch den Konflikt in der Ukraine, in dem offenbar Söldnereinheiten aus Ungarn und den USA aktiv sind.
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