Wolfgang Will

Der Zug der Zehntausend

Die unglaubliche Geschichte eines antiken Söldnerheeres
Cover: Der Zug der Zehntausend
C.H. Beck Verlag, München 2022
ISBN 9783406790676
Gebunden, 314 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Mit fünf Abbildungen und zehn Karten. Ein griechisches Söldnerheer - 10000 Mann stark - war eine in der ganzen antiken Welt gefürchtete strategische Waffe. Solch ein Trupp soll im Jahr 401 v.Chr. dem Prinzen Kyros helfen, seinen Bruder, den persischen Großkönig Artaxerxes II., zu stürzen. Die entscheidende Schlacht bei Kunaxa wird gewonnen. Doch der Thronprätendent und die griechischen Befehlshaber fallen. Nun wächst der Kriegsberichterstatter Xenophon, der den politischen Verhältnissen in seiner Vaterstadt Athen überdrüssig war und sich nur deshalb dem Unternehmen angeschlossen hat, in die Rolle des Oberkommandierenden. Wie es ihm gelungen ist, seine Einheit aus dem persischen Reich in Sicherheit zu bringen, was sie dabei gesehen, erlebt und erlitten haben - darüber hat er das in der Antike meistgelesene Buch, die Anabasis, geschrieben.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.01.2023

Rezensent Uwe Walter liest Wolfgang Wills Darstellung des marodierenden griechischen Söldnerzuges im Jahr 401 in Anlehnung an Xenophons "Anabasis" mit Spannung. Der historischen wie literarischen Bedeutung von Xenophons Text ist sich der Autor stets bewusst, stellt Walter fest. Dass Will daher "eng" an der  Vorlage bleibt, wenn er sich den Motiven und Hintergründen des Ereignisses widmet, findet Walter angemessen. So erfährt er ohne Beschönigungen Wissenswertes über die soziale Zusammensetzung und rituelle Modalitäten des Söldnerheeres, und Wills Bericht und Analyse verbinden sich für ihn zu einem "gut lesbaren Stück moderner Militärhistorie".
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.09.2022

Rezensent Clemens Klünemann empfiehlt die Studie des Althistorikers Wolfgang Will über Leben und Wirken Xenophons. Ausgehend von Xenophons Schilderungen von Kyros' Auszug des nach Persien in der "Anabasis" entwirft der Autor laut Klünemann das Bild eines rasenden Kriegsreporters, der die Ereignisse nah und spontan beschreibt und aus der Beobachtung des Königssohns eine Selbstbeobachtung entwickelt. Die Modernität des Textes, der allgemeine Fragen der Staatsform aufgreift, sich in das Grauen des Krieges versenkt, aber auch in den Alltag von Persern und Griechen, leuchtet dem Rezensenten, vermittelt durch Will, ein.

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