Der oberste Grenzsoldat der DDR galt vielen als Inkarnation der repressiven DDR, die ihre Bürger nicht rausließ. Bei dieser Betrachtung wird stets ausgeblendet, dass die deutsche Teilung Folge des Hitlerkrieges war. Und dass die Grenze keine innerdeutsche war, sondern die Frontlinie zwischen NATO und Warschauer Pakt. Diese hatten die DDR-Grenzer zu sichern. Baumgarten zeigt, in welchem Maß sie eine Bündnisverpflichtung erfüllen mussten. Ebenso macht er aus seiner Überzeugung keinen Hehl, dass er und seinesgleichen nicht nur eine militärische, sondern eine politische Aufgabe hatten, zu der er unverändert stand.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.10.2008
Kritisch äußert sich Karl Wilhelm Fricke über diese Erinnerungen des ehemaligen Chefs der DDR-Grenztruppen, Klaus-Dieter Baumgarten, die er als Mix aus "Autobiografie, Information und Agitation" charakterisiert. Er hält dem Autor vor, reinsten Geschichtsrevisionismus zu betreiben und sich in "Apologie bis zur Penetranz" zu üben. Baumgartens Kritik am Strafprozess gegen ihn wegen seiner Verantwortung für die Todesschüsse an der Mauer erscheint Fricke ohne jedes Maß. Gleichwohl findet er in dem Buch bisweilen Instruktives zum DDR-Grenzregime und die Laufbahnmuster des DDR-Militärs.
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