Niemals wurde das Internet so intensiv genutzt wie heute. Doch immer seltener verlassen die Leute zentrale Plattformen wie Facebook, um Vielfalt im Netz zu genießen und zu gestalten. Konrad Lischka erzählt, wie Unternehmen dem offenen Netz eigene Dienste überstülpen - und vom möglichen Widerstand der Netzbewohner. Die Utopien der frühen Internetnutzer schienen längst ausgeträumt. Dieser optimistische Essay aber beschreibt neugierig, was heute Freiheit im Netz bedeuten könnte. Und warum sie uns alle angeht.
Stefan Schmitt findet den Titel von Konrad Lischkas Essay "Das Netz verschwindet" etwas missverständlich, denn eigentlich sorge sich der Autor mehr um Offenheit und Vielfalt des Netzes als um dieses selbst. Wie Lischka das macht, gefällt dem Rezensenten dafür umso besser, denn statt die immer weitere Konzentration des Netzbetriebs auf einige wenige Seiten nur zu beklagen und Trübsal zu blasen, macht Lischka lieber auf eine Vielzahl interessanter Dienste aufmerksam, die man alternativ mal ansteuern könnte, lobt Schmitt.
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