Die digitale Arbeitswelt trat mit einem großen Versprechen an: kreativere und zufriedenere Mitarbeiter, produktivere Unternehmen. Tatsächlich sind flexible Arbeitszeiten und Home Office heute oft Standard. Trotzdem sind viele Menschen durch die digitale Lebensverdichtung stärker belastet als je zuvor. Markus Albers, selbst Unternehmer und ursprünglich Verfechter des Neuen Arbeitens, experimentierte deshalb mit Nichterreichbarkeit und Not-to-do-Listen. Mit Führungskräften aus der Wirtschaft entwarf er Wege aus der digitalen Erschöpfung - und das zur rechten Zeit. Denn im Moment wird in den Unternehmen der Rahmen für digitales Arbeiten festgelegt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2017
Rezensentin Julia Bähr lernt vom Unternehmer Markus Albers, der digitalen Überforderung zu entgehen. Dass sie dazu ihr Handy nicht abgeben muss, gefällt ihr. Hoffnungsfroh stimmt sie der Umstand, dass der Autor berufsmäßig Extremdigitaler ist, seine Ratschläge (nicht auf die Technik, auf die Nutzung kommt es an!) bei ihr selbst als mäßig digital Ge- bzw. Überforderter also erst recht greifen sollten. Des Autors Analyse der Situation erscheint ihr hilfreich: Schuld sind also auch die Arbeitgeber! Wertvoller als die überwiegend selbstbezogenen Aufrufe des Autors erscheinen ihr allerdings Albers' Lehren für eine größere Effizienz: Konzentration steht ganz vorn.
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