Kultur ist systemrelevant! Ein Leben ohne Bühne war für den leidenschaftlichen Liedermacher Konstantin Wecker nicht vorstellbar. Was macht es mit so einem Menschen, wenn plötzlich alle Konzerte abgesagt werden müssen? In diesem Buch berichtet er von mehr als von seinen persönlichen Erfahrungen in der Covid-19-Pandemie. Die Krisenzeit ist eine Zeit, das Wertefundament unserer Gesellschaft zu hinterfragen. Was wurde aus der neuen Solidarität, über die in den ersten Wochen der Pandemie so viel zu hören war? Und warum galten Kunst- und Kulturschaffende plötzlich als nicht systemrelevant, während die Industrie Steuergeschenke erhielt? Radikal stellt Wecker sich auf die Seite all derer, die in einer Welt der Sachzwang-Logik selten Platz finden. Zur Poesie braucht es auch den Widerstand: Mitten in Zeiten der globalen Pandemie und Depression entwirft Konstantin Wecker eine Utopie für eine gerechtere Gesellschaft, in der Kultur und Kunst genauso wie Solidarität und Menschlichkeit endlich den Stellenwert bekommen, der für ein gutes Leben für alle Menschen nötig ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 05.08.2021
Rezensent Jan Opielka findet Gefallen an dem des "alten Utopisten" Konstantin Wecker, der sich so leidenschaftlich für die Kultur und ihre Systemrelevanz einsetzt. Wecker träumt immer noch von einer "herrschaftsfreien Welt", lesen wir, und ist in seinen " poesophischen Texten" mehrdeutig. In seinen politischen kommt er dagegen direkt zur Sache. Das Nahrung für das Herz des Rezensenten, auch wenn sie manchmal etwas fein gewürzter ausfallen könnte.
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