Von Christoph Weckerle, Manfred Gerig und Michael Söndermann. Politiker aller Ebenen entdecken den Begriff der Kreativwirtschaft: Von der Wirtschafts- und Innovationspolitik über die Regionalpolitik bis zur Bildungspolitik wird er als Faktor von Erfolgsstrategie verwendet. Doch was taugen diese Konzepte? Das Feld ist unscharf definiert und Kreativwirtschaft kann alles bedeuten zwischen den Produkten und Dienstleistungen eines Künstlers und den auf Kreativität basierenden Anteilen der Volkswirtschaft. Die vorliegende Publikation versucht, eine längst nötig gewordene Übersicht über die Begrifflichkeit und die Spezifika dieses Branchenkomplexes herzustellen. Dazu analysiert sie den nationalen und internationalen Diskurs und zieht daraus Schlüsse für die Diskussion in der Schweiz. Sie schlägt eine Binnensegmentierung der Kreativwirtschaft vor und erläutert modellhaft die Funktionsweisen dieses Branchenkomplexes. Zudem legt sie aktuellste empirisch-statistische Analysen zu den einzelnen Teilmärkten der Kreativwirtschaft in der Schweiz und vergleichend zu Europa dar.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.04.2008
Obwohl Kreativ- und Kulturwirtschaft ein immer wichtigerer Faktor in wirtschaftlichen Debatten wird, fehlt bislang deren systematische und wirtschaftstheoretische Erfassung, konstatiert Stefan Opitz, der deshalb den Kulturwirtschaftsbericht der Schweiz, den Christoph Weckerle, Manfred Gerig und Michael Söndermann jetzt vorgelegt haben, auch für Deutschland als wegweisend begrüßt. Sowohl die systematische Einbettung in den weltwirtschaftlichen Kontext als auch die in 13 Rubriken betrachtete Statistik der Kreativwirtschaft überzeugt den Rezensenten, und er erhofft sich davon, dass Kulturwirtschaft, in der immerhin 3,2 Prozent der gesamten Erwerbstätigen arbeiten, künftig systematischer und genauer erfasst werden kann.
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