Katalog zur Wanderausstellung. Deutsch-Englisch mit 120 Farb- und 130 s/w-Abbildungen sowie 50 Zeichnungen und mit DVD. Nach der Zäsur des Zweiten Weltkrieges wandten sich gerade auch in der Schweiz mehrere begabte junge Architekten der Aufgabe zu, das "Projekt der Moderne" weiterzuentwickeln. Ihr Hauptinteresse lag dabei in den neuen Baumethoden der Vorfertigung und Montage sowie der rationalen Vorstrukturierung beim Entwerfen. Beispielhaft wurden vier Architekten in den Mittelpunkt gestellt: Werner Frey (1912-1989), Franz Füeg (geb. 1921), Jacques Schader (geb. 1917) und Jakob Zweifel (geb. 1921). Anhand eines reichen historischen Bildmaterials sowie einer visuellen Interpretation aus heutiger Sicht - durch die Fotografien Doris Fanconis und die 8 Dokumentarfilme von Georg Radanowicz - werden Bauten von exemplarischem Interesse vorgestellt und analysiert.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.05.2002
Die Schweizer Architektur ist im Durchschnitt besser als die deutsche, behauptet Wolfgang Jean Stock kühn und begründet dies mit der kulturellen Kontinuität der Schweiz, die anders als Deutschland keinen politischen wie ästhetischen Einbruch durch eine Diktatur erfahren hat und somit die Entwicklung der Moderne und der zwanziger Jahre fortführen konnte. Hinzu kommt, so Stock, dass die Nachkriegsschweiz prosperierte, so dass das Land in den fünfziger Jahren gerade auch städtebaulich einen Aufschwung nehmen konnte. Neue Materialien und Fertigungsweisen trugen gleichfalls zu einem Klima des Aufbruchs bei. Stock sieht sich in seinen Thesen durch den von Zschocke/Hanisch herausgegebenen Katalogband bestätigt, der eine Zürcher Ausstellung begleitet. Klugerweise hätten sich die Herausgeber auf die "Zürcher Gruppe" - Frey, Füeg, Schader und Zweifel - beschränkt. Vierzehn ihrer Bauten würden ausführlich dokumentiert, schreibt Stock, hinzukämen sehr informative Essays - einziger Störenfried im Bild: die Farbfotografien von Doris Fanconi. Zu willkürlich montiert, meint Stock.
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